Professor Klaus Bläsius, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie und zugleich Ärztlicher Direktor des Bethlehem Gesundheitszentrum Stolberg, empfiehlt:
Wer sich regelmäßig viel bewegt und die Körperhaltung öfter am Tag wechselt, hat geringere Risiken, Rückenschmerzen zu erleiden als Menschen, die über mehrere Stunden in einer Körperhaltung verharren. Außerdem führt eine optimistische Lebenshaltung zu weniger Rückenbeschwerden.
Sollte es Sie dennoch erwischen: wenn Rückenschmerzen nicht mit Schmerzen in Beinen einhergehen und Stuhlgang und Wasserlassen normal funktionieren, kann zunächst versucht werden, durch intensives körperliches Training die Schmerzen zu bekämpfen - am besten beginnen Sie noch am selben Tag damit. In der Regel führen zum Beispiel Schwimmen (Rücken-Kraulschwimmen ist besser als Brustschwimmen), Joggen, Aushängen des Rückens an der Turnstange oder Training mit Geräten schnell zur Beschwerdefreiheit. Sollte das auch nach einer Woche nicht funktionieren, ist ein Arzt aufzusuchen.
Ihren Arzt sollten Sie zeitnah aufsuchen, wenn Rückenschmerzen mit Beinschmerzen kombiniert sind oder Husten, Niesen oder Pressen zur Verstärkung des Schmerzes führen. Sind die Rückenschmerzen kombiniert mit Problemen bei Stuhlgang und Wasserlassen oder verspüren Sie ein Taubheitsgefühl zwischen den Beinen, dann sollten Sie noch am selben Tag einen Arzt hinzuziehen.